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Mittwoch, 31. Dezember 2014

Hirsebratlinge mit Knoblauchdip

Eine angenehme Abwechlsung zum vielen Fleisch im Dezember, ansonsten perfekt für den Sommer. Vegetarisch, aber das Ei lässt sich sicher auch weglassen bzw. ersetzen.
Das Foto stammt von den ersten beiden Bratlingen, da hatten sich meine Hände noch nicht an das enorme Spritzen aus der Pfanne gewöhnt. Mit höherer Schmerzresistenz lassen sich die Bratlinge dann auch schöner formen.



Für 4 Personen:
300g Hirse
2,5 Tassen Wasser
2 Eier
1 Zucchini
1 Möhre
1 Zehe Knoblauch
Salz
Pfeffer
Thymian, Basilikum o.ä.

Hirse laut Packungsanleitung kochen und quellen lassen. Gemüse raspeln und mit Knoblauch kurz in der Pfanne dünsten. Eier und Gemüse unter die Hirse rühren und gut würzen. Aus eineinhalb bis zwei Esslöffeln Bratlinge in der Pfanne formen und von jeder Seite etwa 5 Minuten braten. Danach auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Dazu gab es einen Knoblauchdip aus Quark, Joghurt, Knoblauch, Salz, Pfeffer und wenig Olivenöl mit Gurke und Radieschen zum Dippen.

Montag, 29. Dezember 2014

Slow Cooker Venison Casserole - Hirschgulasch aus dem Slow Cooker

Der Slow Cooker ist für mich unverzichtbar, wenn ich anderes Fleisch als durch den Wolf gedrehtes essen möchte. Die Anschaffung ist günstig, der Energieverbrauch im Gegensatz zur Niedriggarmethode im Backofen geringer und das Essen ist fertig, wenn man abends nach Hause kommt. Das Fleisch, auch weniger teure Stücke, wird mit Geduld auf geringer Stufe butterweich. Von Brot über Suppen, Lasagne, Fleischgerichten bis Desserts lässt sich alles mögliche im Slow Cooker machen.
Alle Unverträglichkeiten der Anwesenden abgezogen blieben für die Feiertage hauptsächlich Fleisch und Kartoffeln sowie wenige Gemüsesorten. Aber jetzt zum Hirschgulasch. Gekauft haben wir 2kg Fleisch für vier Personen und ich dachte, da bleibt noch was zum Naschen für den nächsten Tag übrig. Pustekuchen. Aber gut so, es scheint geschmeckt zu haben.

2kg Hirschgulasch
2 Möhren
2 Pastinaken
3 Zehen Knoblauch, halbiert
1 Zwiebel
300ml Wildfond
250ml Rotwein
3 Lorbeerblätter
3 Wacholderbeeren
2 TL Thymian, gefriergetrocknet
1 TL Rosmarin, gefriergetrocknet
Pfefferkörner
Salz

Alles in den Slow Cooker geben und ohne den Deckel zu öffnen sechs bis acht Stunden auf Slow garen.
Normalerweise püriere ich das Gemüse und muss nur wenig Mehlschwitze machen, da aber Getreide tabu war, habe ich die Sauce mit Kartoffelstärke angedickt, mit einem weiteren Schuss Rotwein versehen und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. 

Dazu gab es Kartoffeln und Feldsalat mit in Knoblauch und Olivenöl gebratenen Champignons.

4,4 pounds venison beef cubed
2 carrots
2 parsnips
3 cloves garlic
1 onion
10 oz venison stock
8,5 oz red wine
3 bay leaves
3 juniper berries
2 tsp thyme
2 tsp rosemary
Peppercorns
Salt

Put it all in a slow cooker and let it cook on low for 6-8 hours. Use potato starch to thicken the sauce on the stove. Serve with potatoes and a salad. I've chosen field salad with garlic roasted mushrooms.

Freitag, 26. Dezember 2014

Weihnachten 2014

Mit viel Kuscheln, Kerzen, Backen und Basteln in der Vorweihnachtszeit und dem Besuch von lieben Freunden über die Feiertage fällt unser erstes richtig gemeinsames Weihnachts-Resümee positiv aus.
Wir haben lecker gekocht, die Rezepte folgen die Tage, ein ganz bisschen Platz in der Bar geschaffen, Junta ausprobiert zu viert, dann aber doch zu  Malefiz gewechselt und heute Abend geht es noch auswärts essen und zum Abschluss das Downton Abbey Christmas Special.
Ist eine Wiederholung wert.

Montag, 22. Dezember 2014

Buchweizen-Lebkuchenmenschen (glutenfrei)


Allergikerfreundliche Weihnachtsplätzchen, die ein wenig trockener schmecken als klassische Butterplätzchen, dafür aber angenehm würzig und nussig. Ich würde sie wohl noch in Schokolade tauchen, aber ich tauche fast alles gern in Schokolade. ;-)

250 Reissirup
150g Margarine
1 Ei
400g Buchweizenmehl
100g Kartoffelstärke
1/2 TL Salz
2-3 TL Gewürzmischung (ich habe Zimt, Muskat, Sternanis, Kardamom, Zitronenschale, Pommeranzenschale und Ingwer genommen)

Den Teig über Nacht im Kühlschrank lagern, kalt ausrollen und ausstechen. Bei 180° 11-12 Minuten backen. Ergibt ca. 60 Stück.

Sonntag, 21. Dezember 2014

DIY - Baumschmuckbasteleien schreiten voran

Die Überlegung, Baumschmuck zu backen, war schnell wieder verworfen. Der Baum wäre zu schnell zu kahl.

Nach etwas Stöbern sind wir auf diese Bastelanleitung gestoßen. Sah recht einfach aus für uns Anfänger und die benötigten Materialien nicht zu teuer, vom Stanzer für knapp 10€ mal abgesehen. Statt Klebepistole haben wir normalen Bastelkleber genommen und die Kugeln waren etwas kleiner als in der Anleitung.

Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis und fummeln jetzt mal die Klebefäden von den Möbeln.

Samstag, 20. Dezember 2014

DIY - Walnuss-Weihnachtsbaumschmuck selbst gebastelt

Über das Für und Wider von Nadelbäumen in Wohnzimmern wird jedes Jahr wieder diskutiert. Meine Verbindung zu Weihnachtsbäumen war über Jahre hinweg nur Angst. Angst, geschlagen oder anders bestraft zu werden, weil ein Knoten im Garn der Baumsüßigkeiten (die ungestraft auch nur heimlich gegessen werden konnten) nicht perfekt saß, man an eine Kugel kam oder eine Anweisung nicht umgehend begriffen und umgesetzt hat. So ging jedes Weihnachten los und es war eigentlich wie das restliche Jahr: Gewalt, Terror, Angst, nur auf viel engerem Raum und ohne Pause (Schule, Freunde).
Es dauerte einige Jahre bis ich bereit war, mich auf Weihnachten und das drumherum einzulassen. Feiern mit der "Familie" kommt natürlich nicht in Frage, aber einsam und neidisch in warm erleuchtete Fenster zu gucken, macht auch keinen Spaß.
Weihnachten hat heute für mich vor allem die Bedeutung: Gemütlichkeit. Keine erzwungene, sondern die Natürliche, die mit netten Menschen, gutem Essen und Freude bereitenden Beschäftigungen im Warmen von ganz allein aufkommt. Schenken macht Spaß, sehr viel mehr noch als beschenkt werden. Ein Weihnachtsbaum riecht gut, macht sehr schönes Licht und kann auch nett aussehen.
Aber worum ging es eigentlich? Ach ja, basteln. Wir haben Walnüsse vorsichtig geöffnet und das Innere herausgekratzt. Kleine Glöcken haben wir an Seidenband befestigt, in die Walnüsse gelegt und die Schalen wieder zusammengeklebt.
Fertig.

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Kichererbsen-Hackfleisch-Topf

Da wir beide klassisches Chili wegen Schärfe und ich zusätzlich wegen Bohnen nicht essen können, basteln wir gerne an Alternativen. Für Strolchis Geburtstagsfeier letztes Wochenende gab es acht Liter Eintopf, der irgendwann nachts gegen drei Uhr auch tatsächlich restlos aufgegessen wurde. Ich kann hier nicht alle Zutatenmengen genau angeben, habe in der Eile nicht ganz drauf geachtet.

Das Gemüse wird klein geschnitten und in der Tomatenflüssigkeit gekocht. Rinderbrühe koche ich entweder selbst und friere Portionen ein oder nehme fertigen Fond aus dem Glas, aber kein Instantzeug und nichts mit Hefeextrakt. Das Hackfleisch zwischendrin dazugeben und mutig würzen. Sehr einfach und gut vorzubereiten. Dazu gab es selbst gebackenes Fladenbrot.

1 Glas Rinderfond
1 Glas Gemüsefond
Tomaten, stückig und passiert, mehrere Packungen
Kartoffeln, eine Menge
3 Möhren
2 Pastinaken
1 Paprika
1 Zwiebel
4 Zehen Knoblauch
1 große Dose Kichererbsen
500g Rinderhack
Salz
Pfeffer
Petersilie
Thymian
Curry
Paprikapulver edelsüß und scharf
Koriander
Cumin
Zimt

Sonntag, 7. Dezember 2014

Zimt-Weinbrandkugeln

Für Strolchis Geburtstagsfeier war ein Eintopf (Rezept folgt auch noch) mit selbst gebackenem Brot geplant. Auf gekaufte Süßigkeiten und Knabbereien wollten wir verzichten. Aber irgendwie fehlte dann doch etwas und so haben wir (natürlich) in der Nacht vorher nach Rezepten und Ideen für einen Nachtisch gesucht, der wenig Aufwand benötigt, laktosefrei machbar und weder Brot oder Pudding ist.
Als Strolchi dann meinte, er möge Rumkugeln, war die Richtung klar. Sehr viele Rezepte schlagen leider Fertigteige für Brownies vor, so dass wir dann bei Martha Stuart hängengeblieben sind und ein Rezept für Rumkugeln abgewandelt haben.

Das Ergebnis ist noch leckerer als ungesund, aber bei manchen Sachen muss das auch so sein:

175g Margarine oder Butter
170g Zartbitter-Schokolade (100g 85%, 70g 75%)
3 Eier
115g Zucker
100g Mehl
1/2 TL Salz

75ml Weinbrand
Zimt und Puderzucker zum Bestäuben

Die Schokolade fein brechen oder hacken und zusammen mit dem Fett über einem Wasserbad schmelzen.
Eier und Zucker mit Küchenmaschine oder Handmixer gründlich verrühren, die flüssige Schokomasse daruntermischen, danach Salz und Mehl.
Ich habe die Masse in eine gefettete große Auflaufform aus Glas gegeben und bei 175° 12-15 Minuten gebacken.

Die Form nach dem Backen auf einem Kuchengitter komplett abkühlen lassen. Dann den Teig in eine Rührschüssel bröseln, Weinbrand dazugeben und vermischen. Aus der Masse lassen sich etwa 16 Kugeln formen. Ich habe sie in Muffinförmchen in ein Muffinblech gegeben, mit der Zimt-Puderzuckermischung bestreut und für einige Stunden in den Kühlschrank gestellt. Etwa eine halbe Stunde vorm Servieren wieder aus dem Kühlschrank holen, damit sie nicht zu kalt sind.

Das nächste Mal werde ich auch einen halben Teelöffel Zimt zum Teig geben und vielleicht den Weinbrand gegen Rum tauschen, wobei diese Kombination sehr gut harmonierte.