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Samstag, 3. September 2016

Bacon Jam - Schinkenmarmelade

Gleich vorab: Bacon Jam ist es eigentlich nicht, da kein Bacon drin ist, sondern ein geräucherter Schinken, der deutlich magerer ist. Das Stück war so mager, dass ich noch ein 1x1 cm großes Stückchen reinen Schweinespeck mit dazu gegeben habe.

Wir machen das diesen Monat für einige Freunde als Geschenk zur Geburtstagsfeier, bei denen gegrillt wird. Für mich ist es außerdem eine verträgliche Alternative zu den ganzen Grillsaucen aus dem Supermarkt, die ich allesamt nicht essen kann.


500g geräucherter Schinken
6 Zehen Knoblauch
1 mittelgroße Zwiebel
250ml Schwarzbier
60ml Balsamico
60ml Ahornsirup
1 TL brauner Zucker
Pfeffer, Salz, Wasser

Den Schinken von der harten Rinde befreien und dann in etwa daumennagelgroße Scheibchen schneiden. In einer beschichteten Pfanne anbraten. Währenddessen Knoblauch und Zwiebeln fein würfeln. Beginnt der Schinken, braun zu werden, kommt er aus der Pfanne auf einen mit Küchenpapier ausgelegten Teller zum Abtropfen.
Ein bis zwei Teelöffel Fett vom Schinken sollten in der Pfanne bleiben und darin Knoblauch und Zwiebeln bei mittlerer Hitze glasig schwitzen. Dann den Teelöffel Zucker darüberstreuen und etwas später mit einem Schluck Balsamico ablöschen.
Den Speck wieder dazugeben und ebenso die übrigen Zutaten. Das ganze muss etwa zwei Stunden bei geringer Stufe vor sich hinköcheln. Damit es nicht zu schnell einreduziert, habe ich alle 20 Minuten etwas Wasser untergerührt, insgesamt 150ml.
Nach zwei Stunden in ein Gefäß geben und pürieren. Auch da habe ich wieder Wasser dazu gegeben, da ich durch den mageren Schinken eine ziemlich feste Masse hatte.

Beim zweiten Mal kochen blieb am Ende mehr Flüssigkeit übrig und das Jam war deutlich streichfähiger.

Gut verschlossen sollte sich die Schinkenmarmelade gekühlt etwa zwei Wochen halten.

Wir haben schon festgestellt, dass sie als Brotbelag prima schmeckt. Außerdem auf Gegrilltem, Burger oder mit Tomatenmark, Öl und Rotwein gemischt als Marinade für Fleisch und auch als Beigabe zum Salatdressing habe ich sie verwendet. Der Salat schmeckt, als hätte er nah beim Grill gestanden, sehr rauchig und lecker.