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Sonntag, 6. November 2016

Steckrübeneintopf mit Pastinaken, Möhren, Kürbis und Reis

Aufgewachsen in einem winzigen Dorf mit den klassischen Schweine- und Milchbauernhöfen drumherum sowie Hirschgehege und Bio-Galloway-Rindern spielte Fleisch in der Ernährung eine (zu) große Rolle. Und dann natürlich auch die Gemüsesorten, die traditionell nur in einer oder wenigen Varianten zusammen mit Fleisch gegessen wurden wie Grünkohl mit Bregenwurst oder Eisbein sowie Steckrüben meistens mit (Schweine-)Pfötchen, eine sehr klebrige und fettige Angelegenheit. Abweichungen von den großmütterlichen Rezepten waren tabu.

Grünkohl in Form von Chips oder so verweigere ich mich hauptsächlich, da fast alle Rezepte in Verbindung mit "Clean Eating" stehen und krude Ernährungsideologien sind selten harmlos.
Aber Steckrüben müssen nicht zwingend in Schweineschmalz angebraten werden, damit sie schmecken. Sie sind Geschmacksträger und nehmen den Geschmack der anderen Zutaten intensiv an.

Für 35-40 große Portionen:

Acht Liter Gemüsebrühe kochen aus:
2 Stangen Lauch
1 Staudensellerie
2 Knollen Fenchel
10 Möhren
4 große Champignons
3 Zwiebeln
6 Zehen Knoblauch
4 Lorbeerblätter
2 TL Pfefferkörner
2 TL Pflanzenöl

Waschen, schälen und würfeln:
4 Steckrüben
3 Hokkaido-Kürbisse
2kg Möhren
1kg Pastinaken

500g Reis in Salzwasser kochen.

Zur fertigen Gemüsebrühe 4kg passierte Tomaten geben.
Kräftig würzen mit:
Salz, Pfeffer, Zimt, Muskatnuss, Koriander, Cumin, frisch gemahlener Pfeffer und etwas Paprikapulver sowie viel Petersilie,

Aufkochen und zuerst die Steckrüben untermischen. Sie kochen etwa 40 Minuten. Nach 30 Minuten das übrige Gemüse dazugeben und nochmal 10-15 Minuten kochen und zum Schluss den Reis unterrühren, nochmal abschmecken und bei Bedarf nachwürzen.

Dazu haben wir noch aus 2kg Mehl Weißbrote gebacken. Gekostet hat der Einkauf 23 Euro.