Seiten

Samstag, 31. Dezember 2016

Burger-Sauce mit Röstpaprika

Uns fehlten die Zutaten für eine Barbecue-Sauce oder Bacon Jam und daher wurde improvisiert. Das Ergebnis schmeckte, insbesondere noch warm, überraschend enorm lecker.

1 rote Paprika
3 Zehen Knoblauch
3 TL Tomatenmark
3 EL Wasser
3 EL Bier
1 TL Honig
Pfeffer, frisch gemahlen
Paprikapulver
Salz


Die Paprika halbieren und von Stiel und Kernen befreien. Mit der Haut nach oben für etwa 20 Minuten im Ofen grillen bis die Haut schwarz wird. Dann in eine Schale mit Deckel geben oder mit Alufolie abdecken für 10 Minuten. Danach lässt sich die Haut einfach abziehen.
Die Knoblauchzehen mit etwas Olivenöl in Alufolie verpackt für 30 Minuten im Ofen rösten. Zusammen mit der Paprika passieren. Dann mit allen anderen Zutaten verrühren, abschmecken und in einer kleinen Pfanne für 1-2 Stunden auf niedriger Stufe ohne Deckel köcheln lassen.
Die Menge reicht für vier Brötchen, wenn beide Hälften bestrichen werden.

Burger-Brötchen

Für acht große Brötchen:

500g Mehl
300ml lauwarme Milch
1 Packung Trockenhefe
2 TL weiche Margarine
1 Ei
2 TL Zucker
1,5 TL Salz

Die Zutaten mindestens fünf Minuten kneten und den Teig zwei Stunden gehen lassen. Nochmals kurz und sanft kneten, dann acht Teiglinge formen, vorsichtig etwas plätten und auf ein Backblech mit Backpapier legen. Die Teiglinge mit Milch bestreichen und nochmal 20-30 Minuten gehen lassen. Dann wieder mit Milch bestreichen und mit Sesam, Mohn, Kümmel, Leinsamen, oder was immer schmeckt, bestreuen und bei 200° Ober-/Unterhitze 16-18 Minuten goldbraun backen.

Montag, 26. Dezember 2016

Pistazien-Haselnuss-Makronen


Das Foto sagt mehr aus als ich schreiben könnte.

Zutaten:
5 Eiweiß
250g Puderzucker
100g gemahlene Pistazien
150g gemahlene Haselnüsse
2 Prisen gemahlene Vanille
1 Prise Salz
1 Prise Muskat

Das Eiweiß steif schlagen, den Zucker durch ein Sieb einrieseln, mit Salz, frisch geriebener Muskatnuss und Vanille würzen und die Pistazien und Nüsse vorsichtig unterheben.
Bei 150° 20 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Vollständig abgekühlt lassen sie sich mit einem Pfannenheber gut vom Backpapier lösen. Alternativ Oblaten benutzen, die ich aber nicht mag ebenso wenig wie die dekorative ganze Haselnuss auf der Makrone.

Die Menge ergibt 32 Stück bzw. zwei Backbleche.

Sonntag, 25. Dezember 2016

Weihnachten 2016

Noch ein paar Zeilen, bevor ich ziemlich erschöpft ins Bett fallen werde. Den heutigen Abend haben wir mit der syrischen Familie verbracht, die ich auch weiterhin betreue. Die daraus entstandene Freundschaft zählt zu den schönsten Dingen dieses Jahres.



Der Kleine hatte viel Spaß mit seinen Geschenken, die er nur verpackt bekommen konnte, weil Freunde uns noch gerade rechtzeitig mit Geschenkpapier ausgeholfen haben. Da fahren wir extra ein paar Tage vor Weihnachten den großen Einkauf erledigen, aber eine Sache fehlt natürlich immer.
Fotos vom Essen habe ich leider mal wieder vergessen.

Es gab Fondue mit Gemüsebrühe, die ich noch auf Vorrat tiefgefroren hatte, mit geröstetem Knoblauch darin und mit Salz, Pfeffer, Cumin, Koriander und Zimt kräftig gewürzt. Putenbrustfilet, Hühnerbrust und Garnelen für die Spieße zusammen mit Paprika, Zwiebeln und zum Ausprobieren Käsewürfel, was aber nicht sehr zu empfehlen ist, da das Zeitfenster zwischen leicht und in die Brühe davon geschmolzen doch ein sehr kurzer ist. Als Beilage gab es noch marinierte Möhren, Champignons und Kapern und als Saucen  haben Knoblauch-Joghurt und Honig-Senf gerührt.

Auf den Programm für die nächsten Tage steht außer viel Kochen und Essen mit Entspannungspausen dazwischen nicht sehr viel und das ist auch gut so. Vielleicht komme ich ja endlich zu den seit Wochen geplanten Pistazien-Haselnuss-Plätzchen. Denn die Keksdose auf dem Foto ist leider völlig leer.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Eine Tür zum Abschließen, mehr nicht

Es begann mit den Fotos von den Maßnahmen zur Umgestaltung und Ausstattung der Turnhallen zu Flüchtlingsunterkünften und einem recht naiven Anruf bei der Stadt Leipzig, ob eins nicht auch für einen begrenzten Zeitraum, etwa vier Wochen oder drei Monate, Menschen bei sich aufnehmen könne. Selbst ein Sofa im Wohnzimmer biete mehr Privatsphäre und würdige Unterbringung als eine Pritsche in einer Halle. Ich wurde verwiesen an die Zuständigen im Land und dort dann abgewiesen mit meinem "absurden Vorschlag."

Dann war ich bei den Anfängen der Deutschkurse, die die Villa anbietet, dabei, kann aber gesundheitlich keinen Verlass bieten bei regelmäßigen Sprachkursen zu bestimmten Zeiten. Die Kurse gibt es immer noch, es hat sich ein breites und unterschiedliches Angebot entwickelt, Reinschauen und Mitmachen lohnt sich auf jeden Fall.
Als ich von der Flüchtlingswohnungen-Initiative hörte, die auf der Suche nach Wohnungspatinnen war, meldete ich mich dort und kam so im November zu meiner ersten Wohnungspatenschaft. Die Initiative heißt heute Kontaktstelle Wohnen und hat ein Büro in der Georg-Schwarz-Str. 19 und sucht immer nach Menschen, die sich engagieren wollen und Geflüchtete bei der Wohnungssuche unterstützen.

Ich bin selbst schon achtmal umgezogen, habe Freunde bei der Wohnungssuche unterstützt, die Sache ist mir also nicht ganz neu. Die Art und vor allem Ausdrucksweise der Ablehnung von Maklerinnen, Hausverwaltungen und Vermieterinnen allerdings schon. Bei 20-30 Anrufen ist etwa ein Termin dabei.

Es gibt fast nur zwei Gründe für Ablehnungen - und hier geht es nur um Besichtigungstermine für Wohnungen die KDU-konform, also vom Jobcenter als angemessen angesehen und bezahlt werden - und diese sind: Kein Jobcenter. Keine Ausländer.

Die sollen sich erstmal Arbeit suchen. Zurück in den Busch. Lieber ihr Land verteidigen. Wie die hier dann wohl hausen und ähnliche Aussagen sind eine Seite.
Freundliche Maklerinnen, die sich entschuldigen und erklären, die Eigentümer verweigern Ausländerinnen oder alle Interessentinnen, die auf ALG 2 angewiesen seien, eine Weitere.
Ohne die, die zwar meist erst besorgt sind, besonders wegen der Sprachbarriere, sich dann aber entspannen, denn für die Überbrückung bin ich ja von Besichtigung bis Mietvertrag und darüber hinaus da, würde ich überhaupt keine Wohnungen finden.
Leider ist Ablehnung die Regel, häufig sehr offen und mit Hass und Verachtung ausgedrückt. Ausnahmen dagegen sind zum Beispiel der Makler, der versuchte, den Hauseigentümer umzustimmen und u. a. ein Provisionsverzicht anbot, was aber leider auch nichts geändert hat.

Dann muss man noch die Vermieter beachten, die zwar bereit sind, an Geflüchtete zu vermieten, dafür aber auf dringend notwendige Sanierungen und Renovierungen verzichten, aber keine günstigeren Mieten als in vergleichbaren, renovierten Wohnungen anbieten.
Einige Wohnungsgenossenschaften verweigern Geflüchtete, da ein dreijähriger Aufenthaltstitel keine langfristige Bindung an die Genossenschaft erlaube.

Das alles macht es kompliziert in einer Stadt, in der es so schwierig noch nicht sein sollte. Ich wohnte vorher in Stuttgart, kenne die fast hoffnungslose Suche nach günstigem Wohnraum dort und höre von Geflüchteten, deren Verwandschaft in Stuttgart lebt, dass sie obdachlos und auf Wohnungssuche sind.

Eine weitere Schwierigkeit sind die Vorgaben der Stadt bzw. des Jobcenters. Die Zahlen der angemessenen Kosten für die Unterkunft sind von 2014 und es ist schwer ersichtlich, worauf sie basieren und von wann diese Daten sind. Sie waren 2014 schon zu knapp bemessen und sind es immer noch. Zusätzlich sticht Leipzig dann mit Entscheidungen heraus, bei denen die Miete zwar angemessen, die Größe aber etwas zu groß oder auch deutlich zu klein ist, was den qm-Preis erhöht und auch zu Absagen führt. Nimmt man auch diese kleinen Apartments mit Kühlschrank und zwei Kochplatten aus dem Angebot, wird dieses immer dünner.
Und was es mit Terminen auf sich hat, zu denen mir dann erklärt wird, alle hier durchgeführten Besichtigungen hätten keine Chance, da der Eigentümer mit einer anderen Maklerfirma zusammenarbeite, verstehe ich bis heute nicht wirklich.

Eigentlich muss Wohnraum in allen Stadtteilen auch für ALG-2-Empfänger vorhanden sein. Dem ist nicht so. Ein weiterer Grund, wieso eine Erhöhung der KdU dringend notwendig ist.

Ich versuche, auf die Wünsche und Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen. Nicht Grünau, ist der Wunsch, den ich am meisten höre. Es sind keine besonderen Ansprüche. "Eine Tür zum Abschließen und wirklich allein sein, mehr nicht. Was immer du findest", sagte mir einmal jemand.
Auch haben viele schon ihre Integrationskurse begonnen und möchten keine 45 Minuten Fahrt pro Strecke haben oder aber haben schon ein Kind in einem Kindergarten und suchen daher etwas in dessen Nähe.
Eine ganze Reihe von Stadtteilen berücksichtige ich in den ersten Wochen der Wohnungssuche gar nicht und versuche erst einmal, den Wünschen nachzukommen. Es hat tatsächlich in den meisten Fällen ganz gut geklappt, auch wenn der Aufwand deutlich höher ist.

Ist dann endlich eine Maklerin bereit, einen Termin zu vereinbaren ohne durchblicken zu lassen, dass sowieso keine Chance bestünde, frage ich schon vorab nach einem Exposé mit allen Angaben, insbesondere der Heizkostenhöhe, die fehlt nämlich meistens, zur Vorlage beim Jobcenter. Dieses lässt sich mindestens zehn Tage Zeit zur Bearbeitung. Ein paar Tage kann es schon dauern, bis es vom Empfang (immer bestätigen lassen, nie den Briefkasten nutzen) zur zuständigen Sachbearbeiterin kommt und wenn diese es dann in die Post gibt, vergehen auch nochmal ein bis drei Tage bis es dann beim Empfänger landet.

Wenn es dann aber von Maklerinnen oder Verwaltungen nur eine Frist von ein (jawohl) oder drei Tagen gibt, ist es fast unmöglich.
Eine Dreitagesfrist konnte ich einmal nur einhalten, weil wir beim Jobcenter zur Vorsprache aufgeschlagen sind, uns nicht haben abwimmeln lassen, von Büro zu Büro neue Nummern gezogen haben und immer weitergereicht wurden, bis wir tatsächlich nach Stunden im Flur des zuständigen Teams standen und mit drei Mitarbeiterinnen 20 Minuten darüber stritten, dass sie einfach keine Zeit für diese Bestätigung hätten. Das Ergebnis war, dass wir einen Tag später, an dem eigentlich geschlossen war, mit Termin tatsächlich die Bestätigung der Angemessenheit abholen durften und die kleine Wohnung in Gohlis dann wirklich auch bekamen.

Da ich das nicht jedes Mal so machen möchte und sowohl dem Druck auf den Wohnungssuchenden als auch dem Stress der Sachbearbeiterinnen entgegenkommen möchte, ist die zeitige Beschaffung des Exposés umso wichtiger.

Das Begleiten zum Jobcenter ist eigentlich unerlässlich und das gilt für alle Menschen, die Termine dort wahrnehmen müssen. Die Weigerung von Mitarbeiterinnen dort, englisch zu sprechen, erschwert die Kommunikation. Besonders ärgerlich ist das, wenn wir erst eine Woche zuvor bei derselben Dame waren und Englisch dort gar kein Problem war. Sie erklärte es mit einer Anweisung, nur deutsch sprechen zu dürfen. Auch wenn Menschen im Empfangsbereich sehen, dass es Verständigungsprobleme gibt und Übersetzung anbieten, wird mit dem Sicherheitsdienst gedroht, wenn sie sich nicht sofort wieder entfernen.

Weitere Aufgaben sind Hilfe beim Ausfüllen und Bereitstellen von Selbstauskünften, Ausweis- und Aufenthaltsunterlagen und das Übersetzen und Erklären von Mietverträgen, Kaution oder Dingen wie  Kündigungsverzicht oder der Vorvermieterbescheinigung, auf die -ebenso wie die Schufa-Auskunft - auch schon bei Geflüchteten bestanden wurde und wir also ein Schreiben der Gemeinschaftsunterkunft vorlegen mussten. Und nicht zu vergessen das Erklären der Mülltrennung, um das die Hausverwaltungen sogar oft mehrmals bitten...

Beim Jobcenter kann die Kaution als Darlehen beantragt werden ebenso eine Erstausstattung für Möbel und Hausrat.

Nach einem abgeschlossenen Mietvertrag geht es eigentlich noch weiter. Die Menschen haben eine Wohnung, aber keine Möbel. Im besten Fall einen Zettel mit Adressen, bei denen sie bei Vorlage des Leipzig-Passes oder ALG-2-Bescheides gebrauchte Möbel kaufen können, wobei ich preiswert da anders definiere und die Nachfrage die Auswahl übertrifft.

Meine letzte Wohnungspatenschaft erlaubte mir, nochmal auf Wohnungssuche für den jungen Mann aus meiner ersten Patenschaft zu gehen, nur diesmal für ihn und seine endlich nachgezogene Familie. Das war besonders, aber auch besonders kompliziert, weil wir nicht nur eine Wohnung finden mussten, sondern auch noch einen Nachmieter und das natürlich zum passenden Zeitpunkt. Ohne die Hilfe des Jugendmigrationsdienstes, wohin mich die Kontaktstelle Wohnen Anfang des Jahres zum Helfen vermittelt hat, hätte das nicht so toll funktioniert.
Aber es hat geklappt, die Wohnung ist bezogen und die letzten zwei Wochen habe ich damit verbracht, Möbel über Kleinanzeigen zusammenzusuchen und zu transportieren. Gestern war der letzte große Transport. Leider währte die Freude nur kurz, denn heute stellte sich heraus, dass das Jobcenter zwar die Kaution in Gänze, aber nur einen (nicht erklärbaren) Teil der Miete gezahlt hat.

Es bleibt also spannend.



Donnerstag, 1. Dezember 2016

Winterdekoration mit Kerzen auf Weingläsern

Pinterest ist ja ganz nett für Inspiration, aber zum Nachmachen sind mir die meisten Sachen zu kompliziert, zu teuer und/oder zu gut fotografiert, um ein ähnlich ansprechendes Ergebnis zu erhalten.

Gesehen habe ich eine Bastelanleitung, auch für Kinder - also genau mein Bastellevel -, die außerdem versprach, den Geldbeutel nicht zu sehr zu belasten. Ausreichend Weingläser stehen ungenutzt im Schrank, denn ob ich später den Kleber wieder abbekomme oder ob ich sie dauerhaft lagern werde als Deko, weiß ich noch nicht. Zucker ist immer da, ein Tellerchen als Basis war auch noch aufzutreiben, aufgehobenes schon einmal verwendetes Geschenkband hatte ich auch noch und die Bäumchen und Figürchen habe ich günstig im Krippenzubehör gefunden.

Außerdem etwas Pappe, Bastelkleber statt einer Heißklebepistole genügt auch und eine Schere sowie ein Stift.

Ein Glas verkehrtherum auf die Pappe stellen und Schablonen zeichnen und ausschneiden. Bäume und Figuren auf die Pappscheiben kleben. Etwas Zucker in die Gläser füllen. Den Rand der Gläser und den der Pappscheiben dünn mit Kleber bestreichen, die Schablonen mit den Figuren ins Glas gerichtet auf den Glasrand setzen, andrücken und 15 Minuten trocknen lassen, bevor man sie umdreht, den Zucker zurecht schüttelt und die Gläser auf eine Platte oder einen Teller setzt. Das Geschenkband habe ich unten um die Gläser gebunden, um die Pappe zu verstecken. Jede Art von Band, Stoff oder Kordel sollte gehen. Alternativ ließe sich auch der Glasrand bemalen.

Wenn Kerzen zu teuer oder unsicher sind, sieht es bestimmt auch mit Teelichtern schön aus.