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Mittwoch, 22. November 2017

Kartoffel-Polenta-Gnocchi in Tomaten-Linsensuppe

Da ich zum ersten Mal Gnocchi selbst gemacht habe, habe ich vorher einiges darüber gelesen. Und mich an fast nichts gehalten. Viel zu oft wird die eigene Methode als die einzig funktionierende oder beste angepriesen. Das mag individuell stimmen, aber wenn du etwas kochst, dir der Prozess und das Ergebnis gefallen, dann ist doch alles prima.

Ich habe festkochende statt mehlige Kartoffeln genommen, weil ich nicht soviel Stärke wollte. Auch hatte ich bei der Menge weder Lust auf Pell- noch Ofenkartoffeln. Ich habe sie also als Salzkartoffeln geschält und gekocht. Nach dem Abgießen habe ich sie ohne Deckel noch einmal zum Ausdampfen auf die heiße Platte gestellt und danach gar keine Probleme mit der Feuchtigkeit und Konsistenz des Teiges.

Das Rezept eignet sich geschätzt für etwa sechs bis acht Leute als Hauptgericht. Bei mir kamen sie heute in eine Suppe für 30 Personen und ich würde nächstes Mal ein halbes bis ein Kilo mehr Kartoffeln nehmen, da ein paar traurige Bemerkungen kamen, dass auf manchem Teller nur vier Gnocchi und damit viel zu wenig gewesen seien.
Für Polenta habe ich mich entschieden, weil die Gnocchi in eine Suppe kamen und dort auch einige Stunden verbringen mussten. Durch den Maisgrieß haben sie so Biss behalten.

1,5kg Kartoffeln, festkochend
300g Polenta
200g Mehl, bei Bedarf etwas mehr
Salz, Pfeffer, Muskatnuss, frisch
Petersilie, getrocknet (optional, saugt auch etwas Flüssigkeit)

Die Kartoffeln schälen, in Salzwasser etwa 20 Minuten kochen. Dann abgießen, ausdampfen und durch eine Kartoffelpresse drücken oder stampfen. Würzen und zuerst die Polenta vorsichtig unterheben und wenige Minuten warten. Dann das Mehl dazugeben bis die Teig-Konsistenz stimmt. Für mich war das an dem Punkt, als ich problemlos zur Probe kleine Klößchen formen konnte.

Auf einer leicht bemehlten sauberen Fläche den Teig portionsweise zu langen Rollen formen und mit einem Messer kleine Stücke schräg (hübscher) abschneiden. Ich habe sie noch über ein Gnocchi-Brett gerollt. Eine Gabel zum Eindrücken der Rillen klappt auch und es geht auch ganz ohne.

Die Gnocchi dann in kochendes Salzwasser geben und mit einer Schöpfkelle wieder rausholen, sobald sie oben schwimmen. Sie können dann aufbewahrt werden, am besten in einer großen Form, damit sie möglichst nebeneinander statt aufeinander liegen und abgedeckt warten, bis sie wieder aufgewärmt und gebraten werden. Zum Einfrieren ebenfalls erst nebeneinander legen und sie erst in einen Behälter oder Beutel geben, wenn sie schon gefroren sind.
Bei mir kamen sie in die Suppe, deren Rezept ich hier auch noch kurz aufschreibe. Ein brauchbares Foto gibt es leider nicht. Der Mann übertreibt nicht, wenn er sagt, er kann nur verwackelte Fotos. Aber er hat mich ja gewarnt.

Für etwa 30 Personen:

5l Gemüsebrühe (Fenchel, Lauch, Sellerie, Möhren, Zwiebeln, Knoblauch, Petersilienwurzel)
1l Rotwein, trocken, vegan
1600g Dosen-Tomaten, fein gehackt
1500g Tomaten, passiert
750g rote Linsen
500g Möhren
1 Staudensellerie
3 rote Paprika
8 Zehen Knoblauch
Oregano, Thymian, Basilikum, Petersilie nicht zu knapp
Salz, Pfeffer, Paprikapulver, scharf

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